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  • janine815

Die 10 besten Heilkräuter für den Garten oder Balkon

Aktualisiert: Mai 13


Der Frühling ist da und endlich können wir wieder unsere Kräuter im Garten oder auf dem Balkon pflanzen. Sie schmecken herrlich in unserem Essen.

Hast du gewusst, dass du diese Kräuter auch zum Heilen gebrauchen kannst?




Hier ein kleiner Überblick zu den 10 besten Heilkräutern und ihrer Wirkung:



1. Pfefferminze – beruhigt Magen und Darm


Diese Heilpflanze hat krampflösende und entspannende Eigenschaften auf die glatte Muskulatur im Verdauungstrakt.

Sie wirkt auch galletreibend und verdauungsfördernd. Bei Krämpfen sorgt sie für Entspannung und beruhigt somit bei Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit und Brechreiz.


Tee: 5 Blätter frische Minze oder 2 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen.

Kühlend: 5 Minuten ziehen lassen

Neutral: 7-8 Minuten ziehen lassen

Wärmend: 10 Minuten ziehen lassen

Achtung! Pfefferminze ist nicht als Dauergetränk geeignet, da sie die Magensäure stark stimuliert und auf die Dauer für die Leber schädlich sein kann. Den intensivsten Geschmack hat die Pfefferminze im Juli mit Blühbeginn.


Pflegetipp: Pfefferminze bevorzugt den Halbschatten und nährstoffreichen, feuchten Boden. Achte darauf, Staunässe zu vermeiden.



2. Rosmarin – bei niedrigem Blutdruck und Muskelkater


Als Tee oder Badezusatz. Die ätherischen Öle mit Kampfergehalt regen den Blutkreislauf an

und sorgen für einen harzig-würzigen Duft. Das regt die Hirndurchblutung an, fördert die Konzentration und steigert die Leistungsfähigkeit. Diese Kaffeealternative ist ein wärmendes Stärkungsmittel bei Kreislaufschwäche und niedrigem Blutdruck.


Bad: 50 g Kraut mit 1 Liter Wasser aufkochen, 15 Minuten ziehen lassen, filtern und ins Badewasser geben (Badezeit 20 min).


Tee: Ein Teelöffel zerkleinerte Rosmarinblätter oder ein frischer Zweig mit 200 ml kochendem Wasser übergiessen und ca. 8 bis 10 Minuten ziehen lassen, wer es milder mag, nur 5 bis 6 Minuten. Die Pflanzenbestandteile aus dem Wasser fischen, weil es sonst zu herb wird und zu viele Gerbstoffe enthält.


Pflegetipp: Rosmarin bevorzugt trockene Sonnenplätze und mag keine Staunässe.



3. Zitronenmelisse - Entspanner


Als Tee oder Tinktur beruhigend bei nervösen Herz-, Magen- und Darmbeschwerden, bei

Reizüberflutung und Einschlafproblemen (vor allem bei Kindern sehr wirksam). Die Blätter lassen sich ideal vor dem Blühen ernten und trocknen. Zitronenmelisse ist wohlschmeckend, würzig mit feinem Zitronenduft, entspannend und krampflösend.


Tee: Ein Löffel Melissenblätter mit 200 ml kochendem Wasser übergiessen und einige Minuten abgedeckt ziehen lassen.


Herpes stoppen: Ihr zitronig duftendes Öl blockiert Viren. Für eine Tinktur 10 g frische Blätter mit 100 ml Alkohol in ein Schraubglas geben. 14 Tage stehen lassen, abfiltern, danach in eine dunkle Flasche füllen. Mit Wattestäbchen mehrmals täglich einige Tropfen auf die Bläschen tupfen.


Pflegetipp: Pflanze das Kraut an einen Sonnenplatz.



4. Ringelblume - Wundheilerin


Als Tee für Magen, Darm, Leber und Galle förderlich; als Salbe ist die Ringelblume ideal bei Hautverletzungen und Wunden, indem sie die Zellerneuerung fördert und die Wunde vor Entzündungen und Bakterienbefall schützt. Sie hilft der Haut bei der Regenerierung, hält sie geschmeidig und verhindert, dass Keime sich vermehren können. Zudem fördert sie die Durchblutung und wirkt so gegen Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie schwere Beine.

Tee: Drei bis fünf getrocknete Blüten mit 200 ml kochendem Wasser übergiessen. Den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Da einige Wirkstoffe in den Blüten verbleiben, kannst du die Blüten der Ringelblume auch einfach trinken.





5. Lavendel - für einen ruhigen Schlaf


Seine beruhigende und entspannende Wirkung hilft Ängste zu lösen, mit Stress besser umzugehen, Schlafstörungen zu bessern und innere Unruhe auszugleichen. Zudem hilft er bei Magen-, Kreislaufbeschwerden und Muskelkater.

Bad: 50 g getrocknete Lavendelblüten in einen Liter Wasser zum Kochen bringen und 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Abgesiebt wird dieser Sud ins Badewasser gegeben.


Tee: Ein Teelöffel getrocknete Lavendelblüten mit 200 ml heißem Wasser überbrühen. 10 min ziehen lassen.

Duftkissen: Lässt die Wäsche frisch duften und hält Motten fern. Hänge ein mit getrockneten Blüten gefülltes Baumwollsäckchen in den Schrank. Als Alternative kannst du eine Socke mit Lavendel füllen. Wenn das Säckchen seinen Duft verliert, einfach kräftig durchkneten.


Oel: frisches Kraut mitsamt Blüten, Blättern und Stängeln bis zu einem Drittel in ein Glas füllen. Am besten eignen sich dafür Einmachgläser mit Bügelverschluss. Mit kaltgepresstem Pflanzenöl, z.B. Mandelöl, auffüllen. Das Glas verschlossen an einem warmen Ort stehen lassen. Wichtig ist, dass immer alle Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind, da sich sonst rasch Schimmel bildet. Nach sechs bis acht Wochen ist der Auszug fertig und kann durch ein sauberes Leinentuch gefiltert werden. Im Kühlschrank ist das Öl etwa 6 Monate lang haltbar.

6. Salbei gegen Bindehautentzündung, Halsweh und Aphten


Salbei wirkt durch Waschungen und Tee. Früher machte man mit Salbeiblättern

Mundhygiene, weil die Gerbstoffe Entzündungen in Mund (Aphten) hemmen und das Zahnfleisch stärken. Salbei hilft auch gegen verstärkte Schweissbildung und stärkt vorbeugend die Stimmbänder, ist jedoch ungeeignet bei Heiserkeit und trockenem Reizhusten.



Tee: 3 bis 5 frische Blätter oder 5 bis 7 getrocknete Blätter mit 200 ml heißem, aber nicht kochendem Wasser übergiessen. Den Tee etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.


Augenkompresse: Einen Esslöffel Salbeiblätter mit 250 ml Wasser aufkochen. Nach 10 Minuten absieben, etwas abkühlen lassen. Wattepad darin tränken und für fünf Minuten 3 bis 5 mal auf das geschlossene Auge legen.


Gurgellösung gegen Halsschmerzen: Einen Teelöffel getrocknete Salbei oder einen Esslöffel frische Blätter mit 150 ml heißem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseilen.

3- 5 mal täglich lauwarm damit gurgeln.


Pflegetipp: Das Kraut wächst am besten an einem sonnigen Ort auf magerem Kalkboden. Es verträgt keine Staunässe.



7. Thymian - Hustenkiller


Als Tee zum Trinken, zum Inhalieren oder als Bronchialsalbe zum Einreiben. Diese

Heilpflanze wirkt bei einer Erkältung antibakteriell, krampf- und schleimlösend. Das blühende Kraut enthält keimhemmende, krampflindernde Öle wie Thymol und Carvacrol.


Tee: Eine Handvoll Blätter in grobe Stücke schneiden, mit 200 ml heißem (nicht kochendem!) Wasser übergiessen. 10 Minuten lang die Dämpfe einatmen oder den Tee trinken.




Pflegetipp: Das mediterrane Kraut hat es am liebsten sonnig und trocken.



8. Oregano - gegen Kopfschmerzen


Oregano gehört zu den stärksten natürlichen Antioxidantien. Seine antivirale Wirkung

macht ihn zu einem der besten natürlichen Antibiotika. Oregano wirkt bei Akne, trockener und juckender Haut, Arthritis, Entzündungen, Verdauungsproblemen, Grippe und Erkältung, hohem Blutdruck und chronischen Kopfschmerzen.



Tee: Einen Teelöffel frisches Kraut (getrocknet: einen halben Teelöffel) mit 200 ml kochendem Wasser aufgießen, dann 20 Minuten ziehen lassen.


Hautöl: 100-150 g getrocknete Oreganoblätter und -blüten zerkleinern und in ein Glas geben. Mit 500 ml Öl übergießen, fest verschließen und 40 Tage an einem warmen Ort ziehen lassen. Gelegentlich schütteln, damit sich kein Schimmel bildet und die Inhaltsstoffe besser gelöst werden. In 2 dunkle Gläser mit einem Kaffeefilter absieben.


Pflegetipp: Die Pflanze benötigt einen warmen und geschützten Platz. Sie wächst am besten auf leichten, durchlässigen, nährstoffreichen Böden.



9. Schnittlauch – Antibiotikum


Frisch essen! Der schmackhafte Farbtupfer im Salat vertreibt nicht nur die

Frühjahrsmüdigkeit, sondern reinigt auch das Blut und liefert Vitamin C. Auch die Blüten sind essbar. Die enthaltenen Senfölglykoside wirken – ebenso wie in Zwiebeln, Knoblauch oder Lauch – antibiotisch und stärken unser Immunsystem.



10. Peterli – Harntreiber


Als Gewürz in Kräuterquark oder mit Salaten verwenden, allerdings nicht zu hoch dosieren.

Wirkt durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt belebend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Peterli regt auch die Verdauung an, wirkt harntreibend, stärkt Niere und Blase. Ausserdem hat es eine blutreinigende Wirkung.





Tipps zum Trocknen und Aufbewahren von Kräutern


Fasse die geernteten Pflanzen zu einem Sträußchen zusammen und hängen diesen kopfüber auf. Gut eignen sich dafür mäßig warme, luftige, dunkle Räume wie Dachboden, Vorratskammer oder Schuppen. Keine direkte Sonne! Nach 7 bis 14 Tagen die trockenen Kräuter klein reiben und locker in dunkle Gläser mit Schraubverschluss füllen.





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