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  • janine815

Mit Akupunktur Schmerzen am Bewegungsapparat behandeln

Aktualisiert: 12. Okt.

Bi-Syndrom


In der Chinesischen Medizin werden Schmerzen, Wundheits- oder Taubheitsgefühl in Muskeln, Sehnen und Gelenken als Schmerzhaftes Blockade-Syndrom, Bi-Syndrom bezeichnet.





Dazu gehören folgende West-Med-Diagnosen:

  • Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall in HWS oder LWS

  • Gelenkschmerzen: Knie-, Hüft-, Schulterschmerzen, Tennis-/Golferellbogen (Rheumatoide Arthritis, infektiöse Arthritis, Bursitis, Tendinitis, Arthrose, Rheuma, Polymyalgie, Fibromyalgie)

  • Nackenschmerzen, Verspannungen

  • Sportverletzungen


Bei der chinesischen Medizin steht die Diagnose aus der westlichen Medizin nicht im Vordergrund. Es wird geschaut, welche Faktoren das Bi-Syndrom verursacht haben. Pathogene Faktoren sowie Wind, Kälte und Feuchtigkeit können in den Körper eindringen und zu einer Blockade der Qi- und Blut-Zirkulation in den Netzleitbahnen und den Leitbahnen, den Meridianen führen.



Ursachen eines Bi-Syndroms

  • Übermässige körperliche Betätigung, sowie immer gleiche, belastende Bewegungen bei Sport und Arbeit, verletzen die Sehnen und Muskeln und erschöpfen das Qi und das Blut und verursachen eine Qi- und Blut-Stagnation in einem Areal und begünstigen das Eindringen von pathogenen Faktoren.

  • Ein Trauma versursacht in einem Areal eine Qi-Stagnation, in einem schweren Fall eine Blut-Stagnation.

  • Emotionaler Stress wie Zorn, Schuldgefühle, Groll kann bei einer Entstehung eines Bi- Syndroms beitragen, weil das Qi stagniert. Traurigkeit, Kummer und Schock können das Qi und Blut erschöpfen und zu einer Mangelernährung der Leitbahnen führen.

  • Überarbeitung, lange Arbeitszeiten ohne Ruhephasen führen zu einem Blut- und Yin-Mangel, was zu einer Mangelernährung der Leitbahnen führt.

  • Geburt: Der Blut-Mangel der Leber führt zu einer Mangelernährung von Sehnen und Muskeln.


All diese Voraussetzungen können das Eindringen von Äusseren Pathogenen Faktoren Wind, Kälte und Feuchtigkeit begünstigen und zu einem Bi-Syndrom führen.


Verschiedene Bi-Syndrome

  • Wind-Bi-Syndrom: Ein plötzlicher Wetterwechsel, der Körper ist unfähig, sich anzupassen. Es entstehen Muskel- und Gelenkschmerzen mit Bewegungseinschränkung. Der Schmerz bewegt sich von Gelenk zu Gelenk.

  • Kälte-Bi-Syndrom: Zugluft oder Klimaanlagen. Kälte zieht zusammen, es führt zu einer lokalen Qi-Stagnation mit intensiven Schmerzen in einem Gelenk oder Muskel mit Bewegungseinschränkung.

  • Feuchtigkeits-Bi-Syndrom: Es führt zu einem auf eine Stelle fixierten Schmerz mit Wundheits- und Taubheitsgefühl und Schwellung der Gelenke und Muskeln. Bei feuchtem Wetter verschlimmert sich der Schmerz.

  • Hitze-Bi-Syndrom: Kann aus den vorigen 3 Typen entstehen, wenn sich der äussere Faktor im Innern in Hitze umwandelt. Es führt zu Schmerzen und Hitze der Gelenke, Rötung, Schwellung und Bewegungseinschränkung.

  • Knochen-Bi-Syndrom: Entwickelt sich aus den 4 vorigen Typen. Eine persistierende Blockade der Gelenke führt zu einer Retention der Körperflüssigkeiten, was zu Schleim führt, der die Gelenke und Leitbahnen blockiert. Dies führt zu Muskelatrophie, Schwellung und Deformation der Knochen in den Gelenken. Eine chronische Blut-Stase verursacht eine Steifigkeit, weil die Sehnen nicht genug genährt und befeuchtet werden.



Behandlung



Das Ziel der Therapie besteht darin, die pathogenen Faktoren zu vertreiben, die in die Leitbahnen eingedrungen sind. Je nach pathogenem Faktor muss der Wind vertrieben, die Feuchtigkeit ausgeleitet, oder die Kälte gewärmt werden.

Zudem wird das stagnierte Qi in Bewegung gebracht und das stagnierte Blut genährt und bewegt. Bei den fortgeschrittenen Stadien muss auch Schleim transformiert und Hitze ausgeleitet werden.

Folgende Behandlungsmethoden eignen sich dazu:


  • Akupunktur Bei der Akupunktur werden feine, sterile Nadeln in spezifische Akupunkturpunkte gesteckt. Je nachdem auf welchem Meridian sich der Schmerz befindet, werden diese spezifischen Meridiane mit Fern- und Lokalpunkten unterstützt. Man kann auch Elektroakupunktur anwenden, indem die Nadeln an eine kleine Stromfrequenz angeschlossen werden. Während einer Akupunkturbehandlung werden im Rückenmark Endorphine ausgeschüttet, die bewirken, dass die Schmerzweiterleitung unterdrückt wird. Zudem werden im Mittelhirn Serotonin und Noradrenalin freigesetzt, die auch eine Hemmung der Schmerzweiterleitung bewirken.

  • Tuina-Massage Die TherapeutIn massiert die Akupunkturpunkte und die betroffenen Leitbahnen und beeinflusst so den Fluss der Energie Qi. Neben dem Qi löst die Tuina Behandlung auch Verspannungen und Blockaden. Es werden auch Gelenke bewegt und mobilisiert.

  • Gua sha Gua sha ist eine ausleitende Therapie um oberflächliche Syndrome, Stauungen und Blockaden aufzulösen. Mit einem Schaber werden Qi und das Blut bewegt und pathogene Faktoren ausgeleitet.

  • Schröpfen Schröpfgläser werden auf bestimmte Körperstellen gesetzt. Dadurch entsteht ein Unterdruck. Das bewirkt, dass die Durchblutung angeregt wird, belastende Stoffe im Blut schneller ausgeschieden werden und Stagnationen gelöst werden.

  • Moxa Bei dieser Behandlung wird eine Moxa Zigarre, ein Zylinder aus gepressten Beifusskräutern, den Akupunkturpunkten auf der Haut angenähert, bis die Hitze deutlich spürbar ist. Diese Behandlung erwärmt und regt den Energiefluss und das Immunsystem an. Es ist bei einem Kälte-Bi-Syndrom gut einsetzbar.

Die Goldene Milch bei Rheuma:

Die goldene Milch hilft bei steifen Gelenken, erhöht die Flexibilität, stärkt die Nerven, verbessert die Gelenkflüssigkeit und hilft bei Kalkablagerungen.

Rezept:

  • 1/8 El Kurkuma

  • 2-4 Kardamon-Schoten

  • 1 Tasse Milch (Mandel-, Reis-, Hafer-, Sojamilch)

  • 1 Stange Zimt

Bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten köcheln, dann Pfanne vom Herd nehmen.

  • 1 Tl Mandeloel

  • 1 Tl Zucker (oder Honig, Agavendicksaft)

Hinzufügen, trinken und geniessen.




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