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  • janine815

Die 7 Emotionen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)



In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es sieben grundlegende Emotionen, die das körperliche und geistige Wohlbefinden beeinflussen können: Freude, Wut, Trauer, Sorgen, Angst, Schrecken und Ekel. Nimmt eines dieser Emotionen Überhand oder dauert es über längere Zeit an, wird die psychische Ausgeglichenheit gestört, die Kraftreserven werden angegriffen und eine Erkrankung kann eintreten.

Als materielle Basis beim Zusammenspiel mit den psychischen Funktionen werden die fünf Speicherorgane verstanden. Dies sind jene Organe, die in besonderer Weise Blut speichern, nähren und bewegen: Leber, Herz, Milz, Lunge und Niere. Sie werden den 5 Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet.


  1. Freude (Xi) gehört zum Element Feuer: Freude steht für Begeisterung, Enthusiasmus und Glück. Wenn Freude in einem gesunden Maß vorhanden ist, kann sie eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System haben und die Verdauung fördern. Jedoch kann übermäßige Freude das Herz belasten und zu Unruhe, Hyperaktivität, Schlafstörungen und sogar Herzrhythmusstörungen führen. «Das Herz hat vor Freude einen Sprung gemacht.»

  2. Zorn (Nu) gehört zum Element Holz: Wut steht für Ärger, Frustration, Groll und Reizbarkeit. Übermäßige Wut kann das Leber-Qi (Energiefluss) blockieren oder aufsteigen lassen und zu Kopfschmerzen, Bluthochdruck aber auch zu Depression und Verdauungsproblemen führen. «Es ist ihm etwas übers Leberli gekrochen.»

  3. Trauer (Bei) gehört zum Element Metall: Traurigkeit steht für Kummer, Melancholie und Einsamkeit. Übermäßige Traurigkeit kann das Lungen-Qi beeinträchtigen und zu Atembeschwerden, erhöhte Infektanfälligkeit, Müdigkeit und depressiven Zuständen führen.

  4. Nachdenklichkeit, Grübeln gehört zum Element Erde. Es steht für übermässiges Denken, Gedanken kreisen, intensives Lernen. Grübeln kann das Milz-Qi beeinträchtigen und zu Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen und Müdigkeit führen. «Ihr ist der Appetit vergangen.»

  5. Sorge (You) steht für Überbesorgtheit und Kummer. Übermäßige Sorge leert Milz und Lunge und schnürt die Organe zusammen. Es kann zu den gleichen gesundheitlichen Problemen wie Grübeln führen. Weil es auch die Lunge beeinträchtigt, kann es auch zu Angstzuständen, Atemnot und Schulter-, Nackenverspannungen führen.

  6. Angst (Kong) gehört zum Element Wasser: Angst steht für Furcht, Nervosität und Unsicherheit. Übermäßige Furcht kann das Nieren-Qi leeren und absteigen lassen, was zu Angstzuständen, Schlafstörungen, Nervosität und Rückenschmerzen führen kann. «Er hat vor Angst in die Hosen gemacht.»

  7. Schrecken (Jing) gehört zum Element Feuer: Schrecken steht für Schock, Panik, Schreckhaftigkeit und Überraschung. Übermäßiger Schrecken kann das Herz-Qi beeinträchtigen und zu Herzrasen, Panikattacken führen. Schock kann auch die Nieren beeinträchtigen, was zu Nachtschweiss, Tinnitus und Schwindelgefühl führen kann. «Das Herz hat ihr vor Schreck bis zum Hals geschlagen.»


In der TCM wird ein Gleichgewicht dieser Emotionen angestrebt, um eine optimale Gesundheit und ein ausgeglichenes Wohlbefinden zu erreichen. Wenn eine Emotion jedoch übermäßig ausgeprägt ist oder über längere Zeit anhält, kann dies das Qi beeinträchtigen und zu gesundheitlichen Problemen führen. Akupunktur kann helfen, die verschiedenen Elemente und ihre zugeordneten Organe und Emotionen zu regulieren und wieder in Balance zu bringen.


Regelmäßige Entspannungs- und Meditationsübungen, moderate körperliche Bewegung, Aufenthalt in der Natur, genügend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung können eine ausgeglichene geistige Verfassung auch fördern.







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