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  • janine815

Naturheilpflanzen auf Wiesen und im Wald

Aktualisiert: Mai 14


Wie oft haben wir schon den Löwenzahn im Garten gejätet, als Unkraut ausgerissen. Hast

du gewusst, dass gerade der Löwenzahn eine Naturheilpflanze ist und sehr gesund ist?

In meinem Blog stelle ich dir ein paar

Power Pflanzen vor, die vor deiner Nase auf Wiesen und im Wald wachsen und als Heilpflanzen eingesetzt werden können.




1. Löwenzahn bei Appetitlosigkeit


Die im Löwenzahn enthaltenen Bitterstoffe regen die Magensäfte an und damit auch unseren Appetit. Sie kurbeln die Verdauung an und machen auch eine straffere Haut. Der Löwenzahn enthält viel Vitamin C und A und verfügt über einen hohen Gehalt an Magnesium, Kalium und Phosphor. Er wird unter anderem als hilfreiches Mittel bei Leberbeschwerden und zur Steigerung der Gallensekretion genutzt.

Der Tee hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und leichte Kopfschmerzen. Durch seine anregende Wirkung auf die Verdauungsorgane und den gesamten Stoffwechselprozess kann er beim Fasten als Unterstützung gebraucht werden.


Tee Wurzeln:

1 Teelöffel Löwenzahnwurzel mit einer Tasse Wasser aufkochen, 15 Minuten ziehen lassen und dreimal täglich trinken.

Tee Blätter:

3 Teelöffel frische Blätter mit einem Viertel Liter Wasser übergießen. Nach zehn Minuten absieben. Etwa drei Wochen drei Tassen pro Tag trinken.


Salat: Die jungen Blätter, bevor der Löwenzahn blüht, können als Salat gegessen werden.


Blüten-Salbe: Die Löwenzahnblüten-Salbe ist ideal für die Pflege von beanspruchter, rissiger und trockener Haut. Sie hilft außerdem bei schmerzenden Gelenken und verkrampften Muskeln.



2. Gänseblümchen bei Verletzungen


So unscheinbar es auch aussieht - das Pflänzchen wirkt blutreinigend und schmerzstillend.

Es hilft bei äusseren Verletzungen, Ekzemen und Insektenstichen. Zudem löst es Schleim bei Husten, ist appetitanregend und wirkt gegen Verstopfung.


Tinktur: Eine Handvoll Gänseblümchen-Blüten in einem Schraubglas mit Weingeist übergießen. Verschlossen zwei bis sechs Wochen ziehen lassen, absieben und in eine dunkle Flasche füllen. So ist die Heilpflanze ideal zum Einreiben oder für Umschläge.


Bei Insektenstichen frisches Blatt zerreiben und den Saft auf den Stich tupfen.


Die Blüten sind eine schöne Dekoration für den Teller und können dem Salat beigegeben

werden.


3. Sauerampfer für das Immunsystem


Die Blätter der Heilpflanze versorgen den Körper mit Vitamin C und Eisen. Das macht den Sauerampfer zu einem hochwirksamen Immunschützer. Junge Blättchen haben das feinste Aroma.

Sauerampfer ist vielseitig in verschiedenen Gerichten eingesetzt werden. Zum Beispiel für Dips, Salate, aber auch Suppen, und Pürees.


Den Sauerampfer erkennst du an seinen pfeilförmigen Blättern mit den rötlichen Stängeln. Sammeln kannst du ihn von April bis Mai, auf feuchten Wiesen und an Rändern von Gewässern.




4. Eisenkraut stärkt das Immunsystem



Sein zitronenartiger Duft macht sofort Urlaubs-Laune, ist stimmungsaufhellend, gibt Zuversicht und stärkt die Abwehrkräfte.


Tee: ein Teelöffel der getrockneten Pflanze in eine Tasse geben und mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen. Zugedeckt sieben Minuten ziehen lassen, dann absieben und in kleinen Schlucken trinken.


Für frischen Duft in der Wohnung drei Tropfen ätherisches Eisenkraut-Öl in eine Duftlampe geben.



5. Echtes Johanniskraut - Nervenschützer


Johanniskraut wirkt entzündungshemmend, wärmend, antirheumatisch und stimmungsaufhellend.

Aus den Blüten und Knospen lässt sich Johannisöl ansetzen. Es ist sehr hautfreundlich, wirkt heilend nach Sonnenbrand und ist ideal als Massageöl bei Muskelkater oder Nervenschmerzen. Spendet in einer Teemischung Ruhe und Kraft und erinnert wegen Gerbstoffen und herbem Geschmack etwas an Schwarztee.


Tee: Einen gehäuften Teelöffel mit 200 ml kochendem Wasser übergiessen und den Tee zehn Minuten ziehen lassen. Eine Tasse Tee am Abend kann dir helfen, zur Ruhe zu kommen und deinen Schlaf zu fördern.


Oel: Blüten und Blätter vom Stengel streifen, das Schraubglas locker mit dem Kraut befüllen. Mit dem Öl (hochwertiges Olivenöl) aufgießen, so dass die gesamten Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind. An einem warmen und wenn möglich sonnigen Ort sechs Wochen ziehen lassen und ab und zu schütteln. Das rot verfärbte Öl absieben und eher dunkel bei Zimmertemperatur lagern. Dafür empfehlen sich dunkle Apotherkerflaschen.



6. Spitzwegerich


Der Spitzwegerich wirkt kühlend und wundheilend. Als Tee hilft die vielseitige Heilpflanze bei Husten und Halsschmerzen sowie bei Verdauungsproblemen.


Insektenstich, Wunden, Entzündungen: Ein bis zwei Blätter leicht zerkauen. Die Masse direkt auf den Stich aufgetragen und dort ein paar Minuten lassen. Ebenso können Sie auch bei Wunden und Entzündungen verfahren. Der Inhaltsstoff Aucubin des Spitzwegerichs hemmt Entzündungen und mildert Reize.


Der Spitzwegerich lindert auch bei Husten. Die in den Blättern enthaltenen Schleimstoffe legen sich über die angegriffenen Schleimhäute und schützen und beruhigen diese.


Tee: 6 bis 7 frische Blätter oder zwei Esslöffel getrocknete Blätter in 1 Liter kochendes Wasser geben, diesen 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee hilft übrigens nicht nur gegen Husten, sondern ist auch blutreinigend. Nach dem Abkühlen kann er auch zum Auswaschen gereizter Augen verwendet werden.


Er schmeckt auch als Pesto aus jungen Blättern, im Salat oder als Spinat.


Die Blätter solltest du vor Erscheinen der ersten Blüten ernten, denn dann schmecken sie intensiver und sind reicher an wertvollen Inhaltstoffen. Gelagert werden die Blätter getrocknet oder in verarbeiteter Form.



7. Weissdorn für das geschwächte Herz



Die Blüten und Blätter des Weißdorns stärken und schützen unser Herz - und helfen bei leichten Herzrhythmusstörungen.


Tee: 1 bis 2 Teelöffel Weißdornblüten mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, absieben und täglich davon ein bis drei Tassen in kleinen Schlucken trinken.


Zu erkennen ist die Heilpflanze an seinen üppigen, weißen Blüten im Frühling und später an seinen roten Früchten. An den Ästen sind die Dornen auffällig. Sammelzeit ist Mai und Juni - an Waldrändern oder in Hecken und Gärten.



8. Holunderblüten



Holunderblüten enthalten Viel Vitamin B, A und C. Sie stärken das Immunsystem. Sie wirken schweisstreibend und sind gut bei Erkältungen und Fieber. Zudem regen sie den Stoffwechsel und die Fettverbrennung an und wirken entzündungshemmend, blutreinigend und schmerzlindernd und können somit Rheuma und Gicht lindern. Holunderblüten können auch zur Vorbeugung von Heuschnupfen genutzt werden.


Tee: Ein Tee aus frischen oder getrockneten Blüten kann bei Erkältung und Fieber eingesetzt werden. Er wirkt auch Stimmungsaufhellend. Zwei Teelöffel Holunderblüten mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.


Dampfbad: Ein Dampfbad mit Holunderblüten ist wirksam bei Nebenhöhlenentzündungen, Bronchitis und unreiner Haut. Vier Esslöffel Holunderblüten in eine Pfanne mit kochendem Wasser geben. Die Pfanne vom Herd nehmen. Ein Handtuch über den Kopf legen und den Dampf einatmen.


Die Blütezeit ist von Mitte/ Ende Mai bis spätestens Juli. Die Blüten sollten nicht unmittelbar nach dem Regen, bevorzugt zur Mittagszeit geerntet werden. Man kann sie zu Bündeln binden und hängend trocknen lassen, oder im Ofen bei 40 C Ober- und Unterhitze bei offener Tür trocknen lassen.



9. Bärlauch bei Bluthochdruck


Bärlauch enthält Schwefelstoffe, die unsere Blutfettwerte regulieren und das Blut verdünnen. Er wirkt blutdrucksenkend, entgiftend, antibakteriell und belebend und hilft bei Verdauungsstörungen, Erkältung, Bronchitis, Cholesterin, Bluthochdruck und Frühjahrsmüdigkeit.


Pesto: 100 g junger Bärlauch, 150 ml Olivenoel, 100 g Cashewnüsse, Salz, Pfeffer. Den Bärlauch in Salzwasser kurz blanchieren und in Eiswasser abschrecken, gut ausdrücken. Mit dem Olivenoel fein mixen. Nüsse in einer Bratpfanne kurz rösten, klein hacken, dazu geben und alles miteinander mixen. In ein Glas abfüllen.


Schmeckt auch köstlich in einem Salat.


Das Heilkraut erkennst du am Knoblauchähnlichen Geruch und an den länglich-ovalen Blättern mit matter Unterseite. An jedem Stiel befindet sich nur ein Blatt. Vorsicht: Das giftige Maiglöckchen sieht ähnlich aus, hat aber an jedem Stiel zwei Blätter!

Die Sammelzeit für die Heilpflanze ist von März bis Mai - in Auwäldern oder halbschattigen Laubwäldern. Sammle die Blätter bevor die Pflanze Blüten trägt.



10. Waldmeister gegen Kopfschmerzen


Das im Waldmeister enthaltene Kumarin fördert die Durchblutung des Kopfes und wirkt sowohl krampflösend als auch gefäßerweiternd.


Duftkissen: Die Getrockneten Blätter in ein Duftkissen einnähen und mit ins Bett nehmen.

Das Kraut hat einen geraden, vierkantigen Stängel und lanzettförmige Blätter, die spitz auslaufen. Sammelzeit von April bis Mai - in Laub- und Mischwäldern.




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